Glindegrund - Wohngruppe 2 - Erdgeschoss Ostflügel

Ein bisschen Geschichtliches:

Vor über 100 Jahren, am 8. März 1910, meldete der Landwirt August Thiele aus Meerhof sich und seine Familie auf dem Bürgermeisteramt Obermarsberg an.  Die Familie Thiele besiedelte fortan die ehemals städtische Herrenmühle im Glindegrund von Obermarsberg, die als Thielen-Mühle in die Geschichte einging.

Bereits 1919 gelang der Plückemüllerhof durch Heirat von August Thiele jun. und Elisabeth Koch zum Thiele-Eigentum. Sie und ihre Familie mussten 1942 ihre Landwirtschaft auf dem Kleinen Höling im Glindegrund von Obermarsberg aufgeben, da das verschärfte Marsberger Kupfergewinnungsverfahren giftige Abgase freisetzte und das Vieh regelmäßig verenden ließ.
 

Wohngruppe für 8 Bewohner 

 

  • großzügig bemessener Aufenthaltsbereich,
  • separater Eingang, welcher vom Foyerbereich des Hauses zu erreichen ist,
  • eigener Wohngruppentherapieraum
  • Terrasse
  • Die Wohngruppe verfügt über 8 Einzelzimmer.

Wohngruppengemeinschaftsraum mit eigener Küchenzeile.
 

Luzia Striebe: „Das Rote Kreuz begleitet mich schon mein Leben lang.“

Luzia Striebe aus Marsberg-Beringhausen fühlt sich dem Deutschen Roten Kreuz in besonderem Maß verbunden. Warum, erzählte die Einundneunzigjährige anlässlich einer geselligen Kaffeerunde im neu gestalteten Gemeinschaftsraum des DRK Seniorenzentrums „Haus am Bomberg“ in Marsberg.

Sie erzählt: „1944 habe ich meinen Mann geheiratet, der dann leider schon recht bald in den Krieg einberufen wurde. Am Anfang kamen noch Briefe aus der Kaserne, aber dann hörten wir über ein Jahr nichts mehr von ihm.   Ich habe mich an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gewandt, die haben ihn auch ausfindig gemacht. Er war in Litauen in Gefangenschaft. Es hat dann noch ein weiteres Jahr gedauert, bis die erste persönliche Nachricht von ihm kam.  Sein Beruf als Maler hat ihm das Leben gerettet. Die Russen zogen die Gefangenen gern zu häuslichen Arbeiten heran. Ein russischer Baron schätzte seine Arbeit und hat ihm so manche Vergünstigung zu kommen lassen. Insgesamt hat es vier Jahre gedauert, bis wir uns endlich wieder gesehen haben.

Auch dabei spielte das Rote Kreuz eine wichtige Rolle. Als der Zug damals mit den Heimkehrern in den Bredelarer Bahnhof einfuhr, haben die Rotkreuzschwestern Butterbrote verteilt. Wir hatten doch kaum etwas zu essen.  Bis zum Tod meines Mannes waren wir Mitglied beim DRK, heute lebe ich im DRK-Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“ und ich fühle mich hier, wo man den Geist des Roten Kreuzes spürt, sehr gut aufgehoben. Das Schönste für mich sind die wöchentlichen Proben in unserem Singkreis „Die Herbstzeitlosen“. Ich singe sehr doch gern."