Wie lässt sich Pflege zukunftssicher gestalten?

Qualitätszirkel der Marsberger Pflege- und Gesundheitseinrichtungen geht zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai in die politische Offensive

12.05.2015

 Der demografische Wandel in Marsberg und im gesamten Hochsauerlandkreis bringt es mit sich, dass immer mehr Menschen in  Krankenhäusern,  Pflegezentren, Wohneinrichtungen oder durch ambulante Pflegedienste betreut werden. Die Mitglieder des Qualitätszirkels der Marsberger Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sind sich einig: „Um dauerhaft eine qualifizierte Versorgung und Assistenz anbieten zu können und dem pflegerischen Nachwuchs ansprechende berufliche Perspektiven zu bieten, müssen dringend bessere finanzielle, strukturelle und rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden. Die Arbeit der Pflegenden und Betreuenden muss durch entsprechende Entlohnung auf der Grundlage rechtlich gesicherter Personal- und Finanzierungsstandards eine höhere Wertschätzung erfahren. Dies sichert auch eine nachhaltige, menschenwürdige Versorgung und Betreuung unserer Gesellschaft.

  Fast 700 Pflege- und Betreuungskräfte der beteiligten Einrichtungen in Marsberg pflegen und betreuen fast 900 Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Marsberg und Umgebung in  drei ambulanten Pflegediensten,  vier Alten- und Pflegeheimen, zwei Krankenhäusern und einer Wohneinrichtung. Die Zahlen verdeutlichen, wie viele Menschen in Marsberg den Pflegeleistungen vertrauen.  

 Ein weiteres Thema ist die Generalisierung der Pflegeausbildung. Laut den Einrichtungsleitungen und Pflegedienstleitungen der Marsberger Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sind die Anforderungen an die Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege aber auch Heilerziehungspflege heutzutage nahezu identisch. Die Grundelemente der Pflege sind in der Regel gleich und bestehen in der Unterstützung der zu pflegenden Menschen auf der Grundlage einer geplanten Pflege und Assistenz, der Information und Beratung dieser Menschen und ihrer Angehörigen sowie koordinierenden Aufgaben im Umfeld der Versorgung. Diese Kompetenzen braucht jede Pflegefachperson. Daher können und sollten diese  auch  schon während der Ausbildung gemeinsam vermittelt werden, um Schnittstellen der Versorgung und vernetzende Strukturen zu erkennen, um zielgerichtet als Pflegefachperson die Situation für das zu betreuende Klientel zu verbessern.

  Zu einer Diskussionsrunde u.a. zu diesen beiden Kernthemen, aber auch zu berufspolitischen Forderungen, wie z.B. der Gründung von Pflegekammern  hat der Qualitätszirkel der Marsberger  Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen die beiden Politiker, den Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese und Dr. Edgar Franke, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, eingeladen.

 Am 12. Mai 2015, dem Internationalen Tag der Pflege, werden Einrichtungsleitungen und Pflegedienstleitungen der Marsberger Einrichtungen ihre Erwartungen an das neue Pflege- und Gesundheitsstärkungsgesetz und ihre Forderungen an die Politik in einer Expertenrunde kundtun.  

  Im Rahmen der Fraktion vor Ort Veranstaltung werden Dr. Edgar Franke und Dirk Wiese um 19 Uhr im Deutschen Haus Marsberg der Marsberger Bevölkerung  die Überlegungen und Ziele der Großen Koalition vorstellen.  

DRK-Seniorenzentrum "Haus am Bomberg" Claudia Artz und Doris Rauer, K & S Seniorenresidenz, Berthold Schweinsberg und Hendrik Welteke (n. im Bild), LWL-Pflegezentrum Marsberg „Haus Stadtberge“, Eyk Schröder und Bernd Pape, St. Franziskus Altenheim Beringhausen, Sr. Anke M Junker und Andrea Hajny, AWO Unterbezirk HSK/Soest, Regine Fischer, St. Marien-Hospital Marsberg, Heinrich Lake, Klaus Niggemann und Susanne Stute Nicht im Bild: Caritas Sozialstation, Doris Walfort, LWL-Klinik, Hildegard Bartmann-Friese und Peter Thiemann, LWL-Wohnverbund, Andrea Engelmann, Sabri Ambulante Pflege, Sarah Schubert, Prior Häuslicher Pflegedienst, Marion Prior


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