Wie kommt das Gold in die Diemel?

  03.07.2015

Gibt es in der Diemel wirklich Gold und woher kommt es? Dieser Frage gingen die Bewohner des Seniorenzentrums „Haus am Bomberg“ nach. Gemeinsam mit Hobby-Geologe und -Goldsucher Eckhard Schrader begaben sich einige rüstige Senioren mit Günter Schnittker an die Diemel. Nach einigen Stunden fleißigen Waschen des Sediments hatten sie genug Material für eine Goldwaschung gesammelt.

Am nächsten Tag traf man sich im Sinnesgarten im „Haus am Bomberg“ um zu sehen, ob in den vier Eimern mühsam gesammelten Diemelschlamm wirklich Gold zu finden war. Eckhard Schrader erklärte zunächst, dass durch Gesteinsverschiebungen, durch Bewegungen und Aufwölbungen tief in der Erde Gesteinsadern entstehen, die Edel- oder Halbedelmetalle enthalten können. Da wo es Kupfer oder Silber gibt, findet man häufig auch Gold. Im Marsberger Kilianstollen wurde viele Jahre Kupfer und auch Silber abgebaut, in der Gruße Christiane in Adorf fand man Eisen, Namen wie Goldhausen lassen ebenfalls auf Edelmetallfunde schließen. Die Diemel hat in vielen Jahrtausenden das Gestein ausgewaschen und das sehr schwere Gold hat sich am Grund des Flusses abgelagert.

Wilhelm Fernholz kann sich erinnern, dass man schon in seiner Jugend aus Spaß zum Goldsuchen in die Diemel ging. Es gab immer wieder Gerüchte, dass dort Gold zu finden sei.

Wer jetzt aber denkt, dass in der Diemel große Nuggets zu finden sind, der irrt gewaltig. Mikroskopisch kleine Teile bleiben noch etlichen Waschungen in der Schüssel zurück. Dies gelang auch nur mit Hilfe der kleinen „Goldwaschanlage“, die Eckhard Schrader zu Demonstrationszwecken gebastelt hat.

Fazit: Es ist Gold in der Diemel, aber es hält sich in winzig kleinen Mengen gut versteckt.