Bundestagesabgeordneter Dirk Wiese informiert sich vor Ort im Haus am Bomberg

Informationsaustausch zum Pflege- und Gesundheitsstärkungs-gesetz

BU: Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese sprach im „Haus am Bomberg“ in Marsberg mit Geschäftsleitung und Bewohnern über die aktuelle Pflegesituation in Seniorenzentren. v.l. Rene Teich, Geschäftsführer DRK Brilon Sozialdienste gGmbH, Johannes Schopohl und Maria Otten (vorne li.) Seniorenbeirat des „Haus am Bomberg“, Einrichtungsleiterin Claudia Artz, Dirk Wiese, Peter Prümper, Jutta Schröder-Braun, Bernd Dinkelmann (SPD Marsberg), Carmen Göttlicher, sozialtherapeutischer Dienst im DRK-Seniorenzentrum.


Marsberg, 21.03.2015
Dirk Wiese besucht am 21. März das DRK-Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“ um sich vor Ort ein Bild über die Situation in den  stationären Pflegeeinrichtungen zu machen. Begleitet von seinen heimischen Parteimitgliedern Jutta Schröder-Braun, Bernd Dinkelmann und Peter Prümper gab er zunächst erst einmal selbst einen Statusbericht über die aktuelle Gesetzeslage und -pläne in Bezug auf das Pflege- und Gesundheitsstärkungsgesetz.

Gemeinsam mit Rene Teich, Geschäftsführer der DRK Brilon Sozialdienste gGmbH, Claudia Artz, Einrichtungsleitung des DRK Seniorenzentrums und den Vertreter/innen des Seniorenbeirates im „Haus am Bomberg“ , diskutieren die Vertreter der Politik zu den  schwierigen Rahmen – und Finanzierungs-bedingungen für die stationäre und ambulante Pflege und den daraus resultierenden dringenden Veränderungsnotwendigkeiten, um die derzeit äußerst kritische Situation der Altenpflege in eine gesunde Zukunft zu führen.

 Rene Teich und Claudia Artz erläutern an zahlreichen Beispielen, dass bei bekannter steigender Zahl der pflegebedürftigen Menschen in unserem Land, durch die chronische Unterfinanzierung der Pflege im stationären und ambulanten Sektor die Arbeit der Pflegenden zu wenig wertgeschätzt wird  Letztlich – so Artz -  leiden die Pflegebedürftigen darunter, dass die Gesetzeslage eine qualitativ hochwertige  würdevolle Pflege erschwert, hier besteht dringender gemeinsamer Handlungsbedarf von Politik, Gesellschaft und den Trägervertretern.  


Ein weiteres Thema war die Generalisierung in der Pflegeausbildung. Laut Claudia Artz sind die Anforderungen an Kranken- und Altenpflege heutzutage fast identisch. In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass in Krankenhäusern immer mehr hochbetagte Patientinnen und Patienten mit multimorbiden Erkrankungen und zunehmenden Alterserkrankungen wie Demenz versorgt werden müssen. Gleichzeitig nimmt in der stationären Altenpflege die Anzahl der Pflegebedürftigen zu, die eine medizinisch orientierte Versorgung benötigen.
Die Grundelemente der Pflege sind immer gleich und bestehen in der Unterstützung der zu pflegenden Menschen, der Information und Beratung dieser Menschen und ihrer Angehörigen sowie koordinierenden Aufgaben im Umfeld der Versorgung. Diese Kompetenzen braucht jede Pflegefachperson - daher können sie auch gemeinsam vermittelt werden.

Das „Haus am Bomberg“ bildet derzeit neun junge Menschen zu Altenpflegern/innen aus.Dirk Wiese sieht damit die Pläne zur Ausbildungsreform bestätigt. Geplant sei, dass nach einer zweijährigen Grundausbildung, erst im dritten Jahr die Spezifizierung erfolgen soll.  


Die ebenfalls anwesenden Beiratsmitglieder Maria Otten, Hildegard Schake und Johannes Schopohl wünschten sich von den Politikern mehr Verständnis für ihre Lage und mehr finanzielle Unterstützung, was am Ende den Pflegekräften und damit den Pflegebedürftigen zugute komme.

Ein weiterer fachlicher Austausch wurde für den 12. Mai mit Dr. Edgar Franke geplant. An diesem Tag ist der Internationale Tag der Pflege. Wie passend!  Dr. Franke weilt an diesem Tag in  Marsberg. Er ist Vorsitzender im Ausschusses für Gesundheit. Auf seiner Agenda  stehen unter anderem die Neudefinition des  Pflegebedürftigkeitsbegriffs oder die flächendeckende ärztliche Versorgung.  Einen weiteren Schwerpunkt bilden ethisch-medizinische Fragen wie die Organspende oder die Sterbehilfe.

Foto: DRK-Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“, Christiane Rummel 

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